H O M E
B O R C H E R T
N E W S
V I T A
F O T O S
P R E S S E
K O N T A K T
I M P R E S S U M

 

Die Ausgelieferten

 

 

Wolfgang Borchert

 

 

Fünf Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert 

 

für die Bühne bearbeitet von Maja Rodigast

 

 

 

Besetzung:

 

Schauspieler 1 - Gefangener Nr.1 ( Hundeblume ), Gefangener Nr.9

 

(Spielalter ca. 20 – 30) ( Sonntagmorgen )

 

 

 

Schauspieler 2 - Aufseher ( Hundeblume ), Alter Mann ( Brot ) ,

 

(Spielalter ca. 50 - 60) Wachtmeister Soboda ( Sonntagmorgen )

 

 

 

Schauspieler 3 - Gefangener Nr.3 ( Hundeblume ), Gefangener Nr.17

 

(Spielalter ca. 16 –26) ( Sonntagmorgen ), Jürgen ( Ratten )

 

 

 

Schauspieler 4 - Gefangener Nr.2 ( Hundeblume ) Gefangener Nr.1

 

(Spielalter ca. 35 –45) ( Sonntagmorgen ), Älterer Mann ( Ratten )

 

 

 

Schauspielerin - Gefangener Nr.4 & Frau ( Hundeblume ), Alte Frau ( Brot )

 

(Spielalter ca. 45 –55)

 

 

 

 

Es wurden Texte verwendet aus den Kurzgeschichten:

 

 

 

Die Hundeblume

 

Das Brot

 

Ein Sonntagmorgen

 

Nachts schlafen die Ratten doch

 

und

 

Der Kaffee ist undefinierbar

 

 

 

Folgend, sehen Sie einen Auszug des Stückes:

 

 

 

1. Szene

 

 

 

Die Hundeblume

 

 

 

Ein Mann alleine auf der Bühne.

 

Eine Tür wird zugeschoben.

 

Ein Türschloss wird laut verriegelt.

 

 

 

Die Bühne wird in der Mitte beleuchtet. Sie ist leer. Auf dem Boden klebt über die gesamte Fläche die Zahl 432.

 

Der Mann ist Mitte 20. Er hat kurze Haare. Seine Kleidung ist grau und zu groß.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Weißt du, wie das ist, wenn du dir selbst überlassen wirst, wenn du mit dir allein gelassen bist, dir selbst ausgeliefert bist? Ich kann nicht sagen, das es unbedingt furchtbar ist, aber es ist eines der tollsten Abenteuer, die wir auf dieser Welt haben können!

 

Sich selbst zu begegnen.

 

So begegnen wie hier in der Zelle 432. Nackt, hilflos, konzentriert auf nichts als auf sich selbst, ohne Attribut und Ablenkung und ohne die Möglichkeit einer Tat.

 

Und das ist das Entwürdigendste! Ganz ohne die Möglichkeit zu einer Tat zu sein.

 

Keine Flasche zum Trinken oder zum Zerschmettern zu haben, kein Handtuch zum Aufhängen, kein Messer zum Ausbrechen oder zum Aderndurchschneiden, keine Feder zum Schreiben, nichts zu haben, als sich selbst.

 

 

 

Aufseher (erst leiser, dann lauter werdend):

 

Schwächling!

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Welcher Faden fängt uns auf, wenn wir abstürzen?

 

 

 

Aufseher:

 

Schwächling!

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Unsere eigene Kraft?

 

 

 

Aufseher:

 

Schwächling!

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Fängt ein Gott uns auf?

 

 

 

Aufseher (betritt den Raum):

 

Schwächling!

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Hatte jemand die Tür geöffnet? War ich nicht mehr allein? Ich fühlte, es ist etwas da, das atmet und wächst.

 

 

 

 

 

Aufseher:

 

Du, Nr. 432, Menschlein!

 

Lass dich nicht besoffen machen, von der Nacht! Deine Angst ist mit dir in der Zelle, sonst nichts! Die Angst und die Nacht. Aber die Angst ist ein Ungeheuer, und die Nacht kann furchtbar werden, wie ein Gespenst, wenn wir mit ihr allein sind.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Die Zelle wurde zu eng! Ich fühlte, das die Mauern weichen mussten vor diesem, das da war und das ich Gott nannte.

 

 

 

Aufseher:

 

Affe, du! Die Wände sind so eng wie je, und die Zelle ist leer wie eine Apfelsinenschale. Gott, den sie den Guten nennen ist nicht da.

 

 

 

Der Aufseher verschwindet nach hinten.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Und das was da war, das was sprach, war in dir. Vielleicht war es auch ein Gott aus dir – du warst es!

 

 

 

Die drei weiteren Gefangenen erscheinen, jeder in einem eigenen engen Lichtkegel.

 

 

 

Gefangener Nr.2:

 

Sonst ist nichts.

 

 

 

Gefangener Nr.3 (weint):

 

Aber dieses Nichts überwältigt uns oft.

 

 

 

Gefangener Nr.4:

 

So gewöhne ich mich langsam an mich. Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.

 

 

 

Man hört Schreie und Fäuste die an Wände geschlagen werden, Gefangener Nr.2 beginnt Zeitungspapier in kleine Stücke zu reißen.

 

 

 

Gefangener Nr.3 weint.

 

 

 

Gefangner Nr. 1 schreit nach seiner Zahnbürste:

 

Ließe es sich vielleicht doch einrichten, dass ich ausnahmsweise meine Zahnbürste ausgehändigt bekommen würde?

 

 

 

Gefangener Nr.4 (lacht):

 

Nein!

 

 

 

Eine Tür wird aufgeschoben, nacheinander 4 Mal das Geräusch.

 

 

 

Aufseher (erst deutlich, dann immer unartikulierter):

 

Los! Los! Raus! Schwächling! In den Hof! Raus! Schneller!

 

 

 

 

 

Das Bellen von Hunden ist zu hören, zusammen mit dem Zuschieben der Eisentüren, die Gefangenen laufen im Kreis, dann Stille nur noch das Schlurfen der Holzpantoffeln der Gefangenen ist zu hören, der Aufseher ist im Black.

 

Das Licht ist ganz hell, Neonröhrenartig! Die Gefangenen laufen langsam und haben die Augen zusammengekniffen. Ein surrendes Geräusch ist zu hören das immer lauter wird, andere Laute kommen hinzu es wird so laut wie auf einer Baustelle, plötzlich Lichtkegel nur auf den Gefangenen Nr.1 kein Geräusch ist zu hören. Alles steht und schweigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Der Mann, der vor mir geht, war schon lange tot. Oder er war aus einem Panoptikum entsprungen, von einem komischen Dämon getrieben, zu tun, als sei er ein normaler Mensch, und dabei war er bestimmt längst tot.

 

Ja! Nämlich seine Glatze, die von einem zerfranzten Kranz schmutzig-grauer Harrbüschel umwildert ist, hat nicht diesen fettigen Glanz von lebendigen Glatzen, in denen sich Sonne und Regen noch trübe spiegeln können, nein, diese Glatze ist glanzlos, duff und matt wie aus Stoff.

 

Wenn sich dieses Ganze da vor mir, das ich gar nicht Mensch nennen mag, dieser nachgemachte Mensch, nicht bewegen würde, könnte man diese Glatze für eine leblose Perücke halten. Aber zäh ist sie, diese Perücke, sie kann schon aus Bosheit allein nicht abtreten, weil sie ahnt, das ich, ihr Hintermann, sie hasse.

 

Ja, ich hasse sie.

 

Warum muss die Perücke vor mir hergehen und leben?

 

Ich hasse die Perücke, weil sie feige ist! Sie fühlt meinen Hass, während sie blöde vor mir hertrottet, immer im Kreis, im ganz kleinen Kreis, zwischen grauen Mauern.

 

Ich denke schon eine ganze Zeit darüber nach, warum man die Perücke ins Gefängnis gesperrt hat. Was für eine Tat kann sie begangen haben? Was mag sie ausgefressen haben, vielleicht hat sie unterschlagen oder gestohlen?

 

Oder hat sie in einem Sexualanfall öffentliches Ärgernis erregt? Ja, das vielleicht.

 

Aber ich glaube, jetzt zittert sie insgeheim, weil sie weiß, das ich hinter ihr gehe, ich, ihr Mörder! Oh, es würde mir leicht sein, sie zu morden, und es könnte ganz unauffällig geschehen. Ich hätte ihr nur das Bein zu stellen brauchen, dann wäre sie vorübergestolpert und hätte sich dabei wahrscheinlich ein Loch in den Kopf gestoßen. Ihr Kopf wäre in der Mitte auseinandergeplatzt, wie weißlich-gelbes Wachs und die wenigen Tropfen rote Tinte daraus, hätte lächerlich verlogen gewirkt, wie Himbeersaft auf der blauseidenen Bluse eines erdolchten Komödianten.

 

So hasste ich die Perücke, einen Kerl, dessen Visage ich nie gesehen hatte, dessen Stimme ich nie gehört hatte, von dem ich nur einen muffigen, mottenpulvrigen Geruch kannte.

 

 

 

Der Gefangenenkreis dreht sich weiter und der Geräuschpegel nimmt wieder zu. Der Gefangene Nr. 1 tritt dem Gefangenen Nr. 4 in die Hacken. Nr.4 stolpert schlägt sich den Kopf auf. Hundebellen ist zu hören. Doch der Gefangene Nr.4 richtet sich wieder auf mit blutigem Kopf. Tanzt in der Mitte des Kreises, tanzt mit dem Aufseher. Lacht. Und verschwindet, allen die Zunge zeigend, im Dunkeln.

 

 

 

Aufseher:

 

Es ist nicht auszudenken, was alles geschehen würde, wenn sich plötzlich jeder auf das besinnen würde, was er eigentlich ist.

 

 

 

Gefangener Nr.1(ans Publikum gerichtet nach vorn an den Bühnenrand tretend):

 

Ich weiß, es ist schwer, mir zuzuhören und mit mir zu fühlen. Du sollst auch nicht zuhören, als wenn einer dir etwas von Gottfried Keller oder Dickens vorliest. Du sollst mit mir gehen, mitgehen in dem kleinen Kreis zwischen den unerbittlichen Mauern. Nicht in Gedanken neben mir, nein, körperlich hinter mir, als mein Hintermann. Und dann wirst du sehen, wie schnell du mich hassen lernst.

 

 

 

Gefangener Nr.2:

 

Denn wenn du mit uns in unserem lendenlahmen Kreise wankst, dann bist du so leer von Liebe, das der Hass, wie Sekt in dir aufschäumt.

 

 

 

Gefangener Nr.3:

 

Du lässt ihn auch schäumen, nur um diese entsetzliche Leere nicht mehr zu fühlen. Und glaube nur nicht, das du mit leerem Magen und leerem Herzen zu besonderen Taten der Nächstenliebe aufgelegt sein wirst!

 

 

 

Aufseher (wie einen Befehl brüllend und die andern zum Schweigen bringend):

 

Alle Hintermänner sehen auf die Beine ihres Vordermannes, und der Rhythmus seines Schrittes wird ihnen aufgezwungen und übernommen, auch wenn er fremd und unbequem ist.

 

 

 

Alle laufen wieder im Kreis, der Rhythmus wird lauter, die Geräusche von vorher mischen sich wieder ein, zusammen mit dem Hundebellen.

 

 

 

Aufseher:

 

Alle Hintermänner hassen ihre Vordermänner.

 

 

 

Die Geräusche sind unerträglich laut. Eine gelbe Blume fällt von oben in die Mitte des Kreises. Die Geräusche sind schlagartig aus und die Gefangenen bleiben stehen und starren auf den gelben Punkt. Auch der Aufseher starrte auf die kleine Pflanze.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Ich erkannte eine Blume, eine gelbe Blume. Es war ein Löwenzahn, eine kleine gelbe Hundeblume. Sie sollte mir ganz gehören . Ich konnte nicht mehr ohne sie leben.

 

 

 

Die Geräusche setzen schlagartig wieder ein und sie laufen weiter im Kreis. Der Gefangene Nr.1 macht den Kreis immer enger und kommt so immer näher an die Pflanze heran. Ein paar Mal hockt er sich schnell hin und zieht seine Socke wieder hoch und läuft er weiter, bis der Kreis fast genau neben der Pflanze entlang geht.

 

 

 

Der Aufseher (tritt nach vorne aus dem Black, er isst ein Stück trockenes Brot):

 

Der Tag war wie alle anderen auch. Er unterschied sich nur dadurch von ihnen, dass der Häftling aus der Zelle 432 zum Ende der halben Stunde einen rasenden Pulsschlag bekam und seine Augen den Ausdruck von kaschierter Harmlosigkeit und schlecht verdeckter Unsicherheit annahmen.

 

 

 

Der Aufseher verschwindet das Brot kauend im Black.

 

Die Gefangenen laufen im Kreis, in der Stille. Der Gefangene Nr.1 geht wieder in die Hocke und reißt die Pflanze an sich, die Anderen lösen den Kreis auf und verschwinden im Black. Der Gefangene Nr. 1 ist allein auf der Bühne, er drückt die Blume an sich.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

...werden wie du...

 

 

 

Er legt sich auf den Boden und die Blume auf seine Brust. Eine ältere Frau tritt auf.

 

 

 

Frau (sie hat einen kleinen Laibbrot bei sich und ein Messer):

 

Was ist so komisch? Ein blasierter, reuiger Jüngling, aus dem Zeitalter der Grammophonplatten und Raumforschung, liegt in der Gefängniszelle 432 und hält mit seinen vereinsamten Händen eine kleine, gelbe Blume in den schmalen Lichtstrahl. Eine ganz gewöhnliche Hundeblume. Und dann hebt dieser Mensch, der gewohnt war, Pulver, Parfum und Benzin, Gin und Lippenstift zu riechen, die Hundeblume an seine hungrige Nase, die schon monatelang nur das Holz der Pritsche, Staub und Angstschweiß gerochen hat und er saugt so gierig aus der kleinen gelben Scheiben ihr Wesen in sich hinein, das er nur so aus Nase besteht.

 

Da öffnet sich in ihm etwas und ergießt sich wie Licht in den engen Raum, etwas, von dem er bisher nie gewusst hat. Eine Zärtlichkeit, eine Anlehnung und Wärme ohne gleichen erfüllt ihn zu der Blume und füllt ihn ganz aus.

 

Er ertrug den Raum nicht mehr und schloss die Augen und staunte.

 

 

 

Gefangener Nr.1:

 

Aber du riechst ja nach Erde. Nach Sonne, Meer und Honig, liebes Lebendiges.

 

 

 

Frau:

 

Die ganze Nacht fühlte er im Schlaf, wie sie Erde auf ihn häuften, dunkle, gute Erde, und wie er sich der Erde angewöhnte und wurde wie sie, und wie aus ihm Blumen brachen, Anemonen, Akelei und Löwenzahn. Winzige, unscheinbare Sonnen.

 

 

 

Mit den letzten Worten beginnt sie das Brot zu schneiden. Das Licht verschwindet. Black auf der Bühne.

 

 

 

 

 

2. Szene

 

 

 

Das Brot

 

 

 

Das Licht geht wieder an, wir sehen einen alten Mann ( der gerade der Aufseher war) allein auf der Bühne, er kaut Brot. Wir hören Schritte, Holzpantinen. Die alte Frau erscheint, sie sieht müde aus und trägt ein altes Nachthemd. Der Mann hört sie und schiebt sich das restliche Brot ganz schnell in den Mund.

 

 

 

Mann:

 

Ich dachte, hier wär was.

 

 

 

Frau:

 

Ich habe auch was gehört. (zum Publikum) Er sieht schon recht alt aus, nachts, in seinem Hemd. So alt wie er ist. 63. Tagsüber sieht er manchmal jünger aus.

 

 

 

Mann (zum Publikum):

 

Sie sieht doch schon alt aus. Im Hemd sieht sie doch ziemlich alt aus. Aber das liegt vielleicht an den Haaren. Die machen dann auf einmal so alt.

 

 

 

Frau:

 

Du hättest Schuhe anziehen sollen. So barfuss auf den kalten Fließen. Du erkältest dich noch.

 

 

 

Sie sieht ihm nicht ins Gesicht, weil sie weiß das er lügt. Sie weiß das er heimlich Brot gegessen hat.

 

 

 

Mann:

 

Ich dachte hier wäre was. Ich hörte hier was. Da dachte ich, hier wäre was.

 

 

 

Frau:

 

Ich hab auch was gehört. Aber es war wohl nichts.

 

 

 

Mann:

 

Nein, es war wohl nichts.

 

 

 

Frau:

 

Komm man. Das war wohl draußen. Komm man zu Bett. Du erkältest dich noch. Auf den kalten Fließen.

 

 

 

Mann:

 

Ja, das muss wohl draußen gewesen sein. Ich dachte, es wär hier.

 

 

 

Frau:

 

Komm man. (Das Licht wird dunkler) Das war wohl draußen. Die Dachrinne schlägt immer bei Wind gegen die Wand. Es war sicher die Dachrinne. Bei Wind klappert sie immer.

 

 

 

Beide laufen mit dem Rücken zum Publikum in Richtung Black.

 

 

 

 

 

Mann:

 

Wind ist ja. Wind war die ganze Nacht.

 

 

 

Frau:

 

Ja, Wind war schon die ganze Nacht. Es war wohl die Dachrinne.

 

 

 

Mann:

 

Ja, ich dachte es wäre in der Küche. Es war wohl die Dachrinne.

 

 

 

Beide sind im Black verschwunden, wir hören nur noch ihre Stimmen.

 

 

 

Frau (gähnt):

 

Es ist kalt, ich krieche unter die Decke. Gute Nacht.

 

 

 

Mann:

 

Nacht. ... Ja, kalt ist es schon ganz schön.

 

 

 

Stille. Wir hören gleichmäßiges Atmen vom Band. Dann ein leises Schmatzen und Kauen. Dann nur noch Atmen. Das Licht auf der Bühne geht währenddessen langsam aus. Stille. Das Licht geht wieder an. Wir sehen den Mann und die Frau, die sich gegenüberstehen. Der Mann trägt eine Uniform.

 

Die Frau hält dem Mann vier Scheiben Brot hin.

 

 

 

Frau:

 

Du kannst ruhig vier essen. Ich kann dieses Brot nicht so recht vertragen. Iß du man eine mehr. Ich vertrag es nicht so gut.

 

 

 

Mann:

 

Du kannst doch nicht nur zwei Scheiben essen.

 

 

 

Frau:

 

Doch Abends vertrag ich das Brot nicht gut. Iß man. Iß man.

 

 

 

Die Frau geht ins Black ab. Der Mann steht alleine auf der Bühne er sieht ihr nach, dann beißt er vom Brot ab. Er kaut und sieht dabei auf den Boden. Das Licht ist sehr dämmrig.

 

 

 

 

 

Ende des Auszuges.

 

Bei Rückfragen, oder Interesse am Stück, schreiben Sie mir gerne.

E-Mail | worte@majarodigast.de